Bewegung – ein Weg zum Glück

Nicht nur das Fahrradfahren, auch das Wandern scheint bei den Menschen in Südtondern wieder mehr in den Blickpunkt gerückt zu sein. In Zeiten des Homeoffice, HomeSchooling, geschlossenen Fitnessstudios, Sporthallen und Schwimmbädern hat die Bewegung an der frischen Luft schon im ersten Lockdown stark zugenommen.

Die Waldparkplätze am Langenberger Forst sind am Wochenende regelmäßig voll geparkt, auf unserem Rundwanderweg trifft man den halben Ort und auch die Naturgebiete rund um Leck, der Karlumer Forst, die Süderlügumer Binnendünen oder der Nordic Walking Park in Niebüll ziehen die Menschen an.

Warum Sport glücklich macht!

Bewegung hilft uns, den Blutdruck zu regulieren, die Muskeln zu kräftigen und unser Immunsystem zu stärken. Aber nicht nur unser Körper, auch das Gehirn profitiert von Sport und Bewegung. Wer körperlich aktiv ist, denkt besser, wird selbstbewusster und ausgeglichener.

Wissenschaftlich konnte der Mechanismus noch nicht bis ins Letzte geklärt werden, aber das Ergebnis ist unumstritten: Aus Bewegung folgt Glück – genauer gesagt: Sport und Bewegung schaffen auf Dauer positive Emotionen, eine höhere Zufriedenheit und Gelassenheit – also GLÜCKsgefühle.

Und die können wir alle im zweiten Jahr der Pandemie gut gebrauchen!

Wenn Sie jetzt neu „auf die Füße kommen wollen“, nutzen Sie doch einmal das Angebot der Wanderfreunde Leck: Dieser seit über 40 Jahren bestehende Verein hat nicht nur selbst Spaß am Wandern, sondern sorgt mit seinem „Permanenten Wanderweg PW72 SH“ dafür, dass viele Menschen aus unserer Region, aber auch aus den benachbarten Bundesländern und Skandinavien nach Leck zum Wandern kommen.

Wussten Sie, dass rund 500 Menschen in 2020 den Permanenten Wanderweg gewandert sind?

Diese Zahl war vor einigen Jahren noch deutlich höher – im vergangenen Jahr sorgten sicher Beherbergungsverbote und Grenzschließungen dafür, dass die Zahl stark gesunken ist. In 2018 waren es noch fast 1000 Menschen, die die 5, 7 und 11 km langen Strecken im Langenberger Forst gewandert sind.

Dabei schätzen besonders die Wanderer aus Schweden, Norwegen und Dänemark die 11-km-Strecke, wie der Vorsitzende der Wanderfreunde, Roman Reinhardt mir kürzlich verriet. Wehmütig denkt er auch an die erfolgreichen Veranstaltungen wie die Unicef-Wandertage, an denen in Leck mehr als 3.000 Wanderer teilgenommen haben.

Wanderfreunde sorgen für Wanderfreude!

Wie funktioniert das mit dem Permanenten Wanderweg nun? Auf diesem Handzettel ist es ausführlich beschrieben. In der Elan-Tankstelle an der Flensburger Straße wird pro Person für 3€ * (Barzahlung) eine Startkarte gekauft. Man entscheidet sich vorab, ob man 5, 7 oder 11 km wandern möchte und bekommt die entsprechende Wegbeschreibung ausgehändigt. Dann wird das Auto zB im Schmörholmer Weg gegenüber am Stadion geparkt und los geht es Richtung Wildgehege. (Wer erst dort startet, bekommt seine Kilometer nicht voll!)

Die Wege sind sehr gut mit kleinen Hinweisschildern mit gelben Pfeilen ausgeschildert. Wenn sich die 5 km-Route und die 7 km-Route trennen, wird das auch auf den Schildern sehr deutlich angezeigt. Alle Wege starten an der Tankstelle und führen zunächst über den Ochsenweg. Die längste Route führt über den Rantzauhöhenweg bis hin zu den Fischteichen und präsentiert die ganze Vielfalt des Langenberger Forstes. Aber auch die kürzeren Routen haben ihren Reiz, so führen die 7 km beispielsweise am Klintumer Moor vorbei.

Wie weist man denn nach, dass man tatsächlich die entsprechende Strecke gelaufen ist?

Ganz einfach: alle Strecken sind mit Kontrollnummern (siehe Foto – Nummer entfernt) ca. alle 5 km ausgestattet. Diese sind, je nach gewünschter Strecke, auf die Startkarte einzutragen. Diese gibt man nach der Wanderung wieder in der Tankstelle ab.

Wer Mitglied in einem DVV- oder IVV-Verein ist, für den werden die erwanderten Kilometer für das Volkssportabzeichen gewertet. Alle Wanderer genießen aber auf den Strecken (bei Rückgabe der vollständig ausgefüllten Startkarte) den Unfallversicherungsschutz über die Wanderfreunde. *

Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.

Sokrates (470 – 399 v. Chr.), griechischer Philosoph

Hier sind noch einmal alle Vorteile der Permanenten Wanderwege sehr anschaulich zusammengefasst:

* Im Betrag inklusive ist eine Unfallversicherung für die Wanderung sowie eine kleine Aufwandsentschädigung für die Wanderfreunde Leck, deren Mitglieder die Permanenten Wanderwege im Lamngenberger Forst ehrenamtlich eingerichtet und beschildert haben.