Wie kommt das „M“ ins Fahrrad?

Kurz vor den aufgrund der Corona-Pandemie notwendig gewordenen Maßnahmen begann in den 3. und 4. Klassen unserer Grundschulen die Radfahrausbildung mit der Polizei!

Mitte März durfte ich Jens Carsten Nissen in die dänische Schule begleiten. Da es dort ein kleines Missverständnis bezüglich des ersten Termins gegeben hatte, bekam Herr Nissen die Gelegenheit, sein besonderes Improvisationstalent zu beweisen.

Er malte ein großes „M“ an die Tafel und erzählte den Kindern, dass das „M“ ein Fahrrad sei. Großes Kopfschütteln allerseits. Nach und nach trugen die Kinder dann zusammen, welche Teile an ein verkehrssicheres Fahrrad gehören. Jens Carsten Nissen malte alles an das M, sodass schließlich tatsächlich ein verkehrssicheres Fahrrad an der Tafel zu sehen war!

  • Scheinwerfer vorne (Vorderlicht)
  • rotes Rücklicht
  • Reflektoren
    • 1 weißer vorne
    • 1 großer roter hinten
    • an den Pedalen
    • Speichenreflektoren
      • Katzenaugen oder
      • Reflexstreifen oder
      • sog. „Speichensticks“
  • Klingel
  • 2 Bremsen

 

Als wichtigstes Utensil beim Radfahren nannte Jens Carsten Nissen einen passenden Fahrradhelm!

„Keiner sollte ohne einen schützenden Fahrradhelm unterwegs sein!“

Ob der Helm wirklich passt, sieht man, wenn man nach Einstellen des entsprechenden Kopfumfanges den „Dienertest“ macht. Bei einer tiefen Verbeugung darf der offene Helm nicht vom Kopf fallen. Den Kinnriemen schließt man danach, dort sollen 2 Finger Spiel bleiben.

Noch ist das Tragen eines Helmes freiwillig und kein Gesetz, aber Herr Nissen bezeichnete es als einen „Akt der Vernunft, weil man damit sein Gehirn schützt!“

Zum Schluss bekamen alle Kinder die Hausaufgabe, mit ihren Eltern bis zum nächsten Termin ihr Fahrrad auf Verkehrssicherheit zu überprüfen. Mit einem nicht verkehrssicheren Fahrrad darf man nicht am Straßenverkehr teilnehmen.

Da die weitere Radfahrausbildung in den Grundschulen aufgrund von Infektions- und Hygienemaßnahmen, aber auch mit Blick auf ein vermeidbares Infektionsrisiko, vorerst nicht mehr durch die Präventionsbeamt*innen der Landespolizei unterstützt werden kann, hat die Landespolizei auf ihrer Seite www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/POLIZEI/Praevention/Verkehrserziehung/verkehrserziehung.html einen Übungskatalog veröffentlicht.

Kleinen und großen Radfahrern soll an dieser Stelle die Möglichkeit geboten werden, mit gezielten Übungen die Fähigkeiten des Radfahrens zu optimieren.

Unter dem obigen Link und hier stehen die Übungen als PDF zum Herunterladen bereit!